poems
das ende
vergessen
So sehnt er sich den süßen Tod herbei
und alles Leben wird ihm einerlei.
Die Stäbe scheinen seine einz’ge welt zu sein,
unzählige sind es, und doch ist er allein.
Sein sanfter Gang ist müd‘ geworden
er legt sich nieder, wünscht sich längst gestorben.
Keine Kraft mehr, die in seinen gliedern ruht.
Zum Heben des kopfes selbst fehlt ihm der mut.
Und endlich, nach jahrzehnten voller Trauer,
tritt ein Engel hinter seine Mauer und
löst die Stäbe und löst seinen Geist,
welcher fortan mit dem Winde reist.
ich lebe mein leben
in wachsenden ringen,
die sich über mein leben ziehn.
ich werde den letzten,
vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
Jahrhunderte lang liegen die Steine auf der Erde,
von füßen der Generationen getreten und beachtet kaum.
So könnten sie doch so manche Geschichte erzählen.
Die Wände riechen nach dem Glanz vergangener Zeiten.
Voller Prunk und Adel, voller Demut und Ehrfurcht.
Sie duften nach all den Menschen, die dort beten,
durch alle jahrhunderte hinweg.
Und die Bilder der Heiligen, welche die Wände ziehren,
blicken die menschen an,
und haben sich wohl an manchen Anblick längst gewöhnt.
Sehen uns, von der Jugend bis zum Alter,
doch selber bleiben sie jung.
Durch die Fenster scheint immer die Sonne,
erleuchtet den scheinbar unendlichen Raum,
lässt jede Einzelheit erkennen, in ihren bunten Licht.
Sie erhellen und den Geist, das er Gott nahe komme.
Die Kuppeln der Decke, strecken sich dem Himmel so entgegen,
das der Betrachter denkt, sie kratzen an ihm.
so hoch, das er von unten, die Decke nicht erkennt.
Und dort unten, in all diesen gewaltigen Elementen der Bauwerkes,
stehe ich.
in der Unendlichkeit wie verloren und doch geborgen,
unter seinem schutz.
ist es still, dann höre ich die Stimmen der Zeit,
Stimmen aus längst vergangenen Zeiten…
Sie singen ein Lied, ein Lied gegen das vergessen,
damit wir uns erinnern, das sie ihn bauten unter einsatz des lebens.
was bleibt sind-
glaube
liebe
hoffnung
ich verlasse, wen ich liebe, um zu bleiben, wer ich bin.
Sein Blick ist vom Vorübergehen der Stäbe
so müd geworden, das er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Wer weiche Gang, geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf-. dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille-
und hört im Herzen auf zu sein.