Kind von gestern


poems

das ende


Die Schwüre, die wir damals eingegangen sind,
konnten nicht mehr retten, was verloren gegangen ist.
Sie konnten die Wogen auf unserer Oberfläche,
nicht mehr vollständig glätten.
Es scheint, als ob wir eiskalte Herzen hätten,
die sich nie kennen gelernt haben.
 
Nun, da der Augenblick der Vergeltung gekommen,
versuchst du vergebens alle Zweifel zu beseitigen.
Versuchst dein schlechtes Gewissen zu bereinigen,
um so weiterzuleben wie bevor.
 
Menschen, die du aber alleine liest,
die ihre Tränen einsam vergießen mussten,
werden nie vergessen, wie das Gefühl ist,
eine zweitrangige Wahl zu sein.
 
Deswegen rate ich, all deine Mühen zu beenden,
bevor du merkst, dass es sinnlos ist
Genauso sinnlos wie es für mich war,
dein Interesse in dieser Zeit zu wecken.
 
 

23.9.07 18:59,
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vergessen

Lass uns vergessen den Morgen danach
morgen bin ich längst nicht mehr da
Ich geb dir heut ein Stück meines Lebens
dann war der Rest nicht ganz vergebens
 
Wenn du aufwachst gibt´s mich längst nicht mehr
Vergraben vergessen im Häusermeer
Erstickt im Staub und im Geld
dieser wunderbaren Welt
 
Manchmal wenn die Sonne lacht
vergess´ ich was mein Leben ausmacht
die Männer den Trug und den Schein
dann will ich wieder bei dir sein
 
Wenn du aufwachst gibt´s mich längst nicht mehr,
vergraben, vergessen im häusermeer.
 
Lass uns vergessen die Tränen der Stadt
Lass uns vergessen was uns so satt macht

31.8.07 18:07,
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So sehnt er sich den süßen Tod herbei


und alles Leben wird ihm einerlei.


Die Stäbe scheinen seine einz’ge welt zu sein,


unzählige sind es, und doch ist er allein.





Sein sanfter Gang ist müd‘ geworden


er legt sich nieder, wünscht sich längst gestorben.


Keine Kraft mehr, die in seinen gliedern ruht.


Zum Heben des kopfes selbst fehlt ihm der mut.





Und endlich, nach jahrzehnten voller Trauer,


tritt ein Engel hinter seine Mauer und


löst die Stäbe und löst seinen Geist,


welcher fortan mit dem Winde reist.


7.12.05 19:28,
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ich lebe mein leben


in wachsenden ringen,


die sich über mein leben ziehn.





ich werde den letzten,


vielleicht nicht vollbringen,


aber versuchen will ich ihn.


5.12.05 15:58,
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Jahrhunderte lang liegen die Steine auf der Erde,


von füßen der Generationen getreten und beachtet kaum.


So könnten sie doch so manche Geschichte erzählen.





Die Wände riechen nach dem Glanz vergangener Zeiten.


Voller Prunk und Adel, voller Demut und Ehrfurcht.


Sie duften nach all den Menschen, die dort beten,


durch alle jahrhunderte hinweg.





Und die Bilder der Heiligen, welche die Wände ziehren,


blicken die menschen an,


und haben sich wohl an manchen Anblick längst gewöhnt.


Sehen uns, von der Jugend bis zum Alter,


doch selber bleiben sie jung.





Durch die Fenster scheint immer die Sonne,


erleuchtet den scheinbar unendlichen Raum,


lässt jede Einzelheit erkennen, in ihren bunten Licht.


Sie erhellen und den Geist, das er Gott nahe komme.





Die Kuppeln der Decke, strecken sich dem Himmel so entgegen,


das der Betrachter denkt, sie kratzen an ihm.


so hoch, das er von unten, die Decke nicht erkennt.


Und dort unten, in all diesen gewaltigen Elementen der Bauwerkes,


stehe ich.


in der Unendlichkeit wie verloren und doch geborgen,


unter seinem schutz.


ist es still, dann höre ich die Stimmen der Zeit,


Stimmen aus längst vergangenen Zeiten…


Sie singen ein Lied, ein Lied gegen das vergessen,


damit wir uns erinnern, das sie ihn bauten unter einsatz des lebens.


was bleibt sind-


glaube


liebe


hoffnung





9.11.05 17:22,
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ich verlasse, wen ich liebe, um zu bleiben, wer ich bin.


3.11.05 16:03,
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Sein Blick ist vom Vorübergehen der Stäbe


so müd geworden, das er nichts mehr hält.


Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe


und hinter tausend Stäben keine Welt.





Wer weiche Gang, geschmeidig starker Schritte,


der sich im allerkleinsten Kreise dreht,


ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,


in der betäubt ein großer Wille steht.





Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille


sich lautlos auf-. dann geht ein Bild hinein,


geht durch der Glieder angespannte Stille-


und hört im Herzen auf zu sein.


30.10.05 13:36,
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