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Am 6. Sonntag im Jahreskreis B 2009, dem 15. Februar, können Sie im Gottesdienst folgende Perikopen bedenken: 

 

2. Lesung 1 Kor 10,31-11,1

Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut: tut alles zur Verherrlichung Gottes! Gebt weder Juden noch Griechen, noch der Kirche Gottes Anlass zu einem Vorwurf! Auch ich suche allen in allem entgegenzukommen; ich suche nicht

meinen Nutzen, sondern den Nutzen aller, damit sie gerettet werden. Nehmt mich zum Vorbild, wie ich Christus zum Vorbild nehme.

 

Da jeder Mensch notwendigerweise eine Beziehung zu Gott hat, liegt es an ihm, ob die Beziehung zu einem Verhältnis wird. Denn Gott hat durch seine Menschwerdung ein Verhältnis zu allen Menschen eröffnet. Nun kommt es darauf an, ob sie darauf eingehen. Wie aber sollen sie sich dann verhalten? Der Apostel Paulus kann darauf nur sagen: Immer in Übereinstimmung mit anderen und somit tadellos. Wie aber kommt man so weit? Paulus scheint keine Selbstzweifel zu kennen, wenn er sagt: „Nehmt mich zum Vorbild, wie ich Christus zum Vorbild nehme.“ Eine solche Selbstgewissheit ist sicherlich nur so lange wirksam, wie im Umgang miteinander die Fremdbestimmung durch ein Vorbild möglich ist.

Inzwischen kann sich jeder selbst erklären, was von einem Gottesverhältnis abhängt. Er braucht nur zu bedenken, wie das Leben ohne ein Verhältnis zu Gott zu verstehen sein müsste.

 

Evangelium Mk 1,40-45

Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde.  Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es – werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein: Nimm dich in acht! Erzähl niemand etwas davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein. Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die ganze Geschichte, so dass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch außerhalb der Städte an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.

 

Warum verbietet Jesus mit Nachdruck dem Geheilten etwas von der Heilung bekannt zu machen? Offensichtlich stört er die Heilsverkündigung Jesu. Er informiert die Leute. Aber dadurch kommen sie nicht weiter. Der Geheilte kann kein Heil verkündigen. Und durch sein Erzählen macht er Jesus nur als Wunderheiler bekannt. Dass Jesus Verkünder des Heiles ist, kann er nur selbst offenbaren. Die Gelegenheit dazu bietet sich weiterhin: „Dennoch kamen die Leute von überall her zu ihm.“

 


15.2.09 13:58
 

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