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Innen und Außen



Normalerweise verbinden wir das, was innen in uns drin stattfindet, mit Begriffen aus der Medizin oder aus der Psychologie oder aus der Philosophie.

Wenn die Bronchien röcheln, ist Medizin angesagt.

Wenn ein Gedankengang über Hölzchen und Stöckchen geht und immer abstrakter wird, kann das Philosophie sein, je nach Inhalt und Logik. Es kann auch verrückt sein. Und es kann auch Psychologie sein, und es kann durchaus dorthin führen, wo wir nichts wissen, wovon wir aber wissen, dass es da ist, ins Unterbewußtsein.

In letzter Zeit halte ich mich besonders gern an dieser Grenze auf zwischen dem, was ich weiß und dem, was ich nicht weiß.

Mir scheint wie wenn mit zunehmendem Alter diese Grenze zwischen Bewußtheit und Unbewußtheit immer dünner und durchlässiger wird. Meine Reaktion auf diese innere Dünnhäutigkeit ist erstaunlicherweise positiv. Ich kann mich daran freuen, dass ich ein zunehmend entspanntes Verhältnis zu den Inhalten meines Unterbewußtseins entwickle. Mich beunruhigt nicht mehr, dass etwas in mir ist, zu dem ich keinen bewußten Zugang habe und dass ich demnach auch nicht kontrollieren kann. Im Gegenteil, ich finde es geradezu beruhigend, dass in mir drin Lebendigkeit ist, die unabhängig ist von meinem Wissen und meiner Bewußtheit.

Da ich jedoch fest davon überzeugt bin, dass alles mit allem in Beziehung steht, sowohl innen als auch außen und auch das Innen mit dem Außen, gehe ich davon aus, dass das, was ich wissen kann, etwas von dem enthält, was ich nicht wissen kann und umgekehrt.

Ich halte mich also gelassen an das, was ich wissen kann und weiß, und vertraue auf das, was ich nicht wissen kann und nicht weiß.


30.11.08 11:35
 

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