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Sorge um Spendenbereitschaft
Zuerst die Finanzkrise dann die Spendenkrise? Immer mehr Hilfsorganisationen sind besorgt und warnen vor den dramatischen Folgen – an das Verständnis der Spender wird appelliert. Die meisten karitativen Organisationen sind primär von der Spendenbereitschaft und somit in Folge von der Spendeneinnahmen vor allem in der Vorweihnachtszeit angewiesen die oft bis zu siebzig Prozent der Finanziellen Unterstützung ausmachen. Die ersten Hilfsorganisationen beklagen bereits enorme Rückgänge bei ihren (Spenden-) Einnahmen und sollte sich dieser Trend auch im Jahre 2010 fortsetzten stehen viele Projekte vor massiven Problemen. Einerseits ist der Grund für die Zurückhaltung die Entwicklung der Wirtschaft andererseits verunsichert aber auch die meist nicht nachvollziehbaren bzw. teils unverständlichen Verwaltungskosten bei Hilfsorganisationen die Spendenbereitschaft. Zum letzen Punkt sollte jedoch angemerkt werden, dass viele Spender oft nicht über den Arbeitsalltag einer Hilfsorganisation Bescheid wissen. Die Verbesserung der eigenen Struktur, das Qualitätsmanagement, eine Transparente Berichterstattung sowie die Gewinnung qualifizierten Mitarbeiter kosten eben Geld – diese Themen werden aber auch zu selten angesprochen. Hilfsorganisationen sollten und müssen sich somit in Zukunft noch mehr „öffnen“ und ihre finanziellen Strukturen klar offen legen. Bis dahin sollte jeder Spender bedenken, dass jeder fehlende Euro eine direkte Auswirkung auf die ärmeren Bevölkerungsschichten (bzw. auf die Armen der Welt) hat.
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Aufklärungsstudie der Kinder
In wie weit sind deutsche Kinder eigentlich aufgeklärt und was für Fragen haben sie über Liebe und Sex? Wird Zuhause alles besprochen, wenn es um das heikle Thema geht? Diesem Thema hat sich das Magazin Eltern Family und das Institut für Forschung Iconkids & Youth angenommen und eine interessante Studie erfasst. Insgesamt befragten die Unternehmen 742 Kinder und die dazugehörigen Mütter mit einigen aussagekräftigen Fragen und analysierten die Studie dazu. Bei der Zeitschrift Eltern Family dreht sich alles um die Familie und die Kinder und natürlich auch um das Thema Aufklärung. Die vorigen Studien bezogen sich ausschließlich auf Fragen an Eltern und Themenexperten, welches dem Magazin jetzt nicht mehr ausreichte. Sie befragten die Kinder selbst, die sich im Alter von 6-12 Jahren befinden und noch nicht in der Pubertät stecken. Man kam zu dem Ergebnis, dass die kleinen Kinder nicht viel über den Themenbereich wissen, jedoch gern mehr darüber erfahren möchten. Laut Studie wäre es sogar ratsam für die Eltern, sich im Vorwege mit den Kindern über das Thema zu unterhalten und die bereits entstandenen Fragen der Kinder zu beantworten. Mit zunehmendem Alter gestaltet sich diese Aufklärung weitaus schwieriger als in den jüngeren Jahren. Viele Eltern, die sich mit der Aufklärung bei ihren Kindern beschäftigen, sprechen nur das Thema Verhütung an und nicht genügend andere Themenbereiche, die damit im Zusammenhang stehen. Knapp über die Hälfte der Kinder weiß, wie man sich vor einer Schwangerschaft schützt. Sie wissen also, wenn sich das Elternpaar sehr liebt, muss verhüftet werden. Was jedoch beim Samenerguss eines Mannes passiert oder was in der Frau geschieht, wenn sie ihre Regel bekommt, wissen die Kleinen fast nicht. Nur 42 % der Mädchen und 37 % der Jungen wissen, was zu diesem Zeitpunkt mit dem Körper geschieht. Ebenso sind die Themenbereiche Krankheiten und Gefühle besonders wichtig und aufklärungsbedürftig. Auch Kinder die im Internet unterwegs sind, sollten zum Schutz von Übergriffen und Sexseiten aufgeklärt werden und das solche Seiten verboten und für Kinder nicht zulässig sind. Kinder können schnell ungewollt auf solche Seiten geraten, die sie als unangenehm empfinden.
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Kochen mit Links
Ja – das sollte man können. Der Titel des neu erschienen Buches ist allerdings wörtlich zu nehmen: das sehr spezielle Kochbuch richtet sich wirklich an Menschen, die nur eine Hand gebrauchen können. Entstanden ist es, weil der Autor, Hermann Schleinitz, seine eigenen Erfahrungen weitergeben wollte, um Menschen mit Behinderungen zu helfen. Er ist selber seit 35 Jahren halbseitig gelähmt, infolge eines gutartigen Hirntumors. Nachdem er dann nach 25 Jahren nicht mehr arbeiten konnte, suchte er eine Beschäftigung, möglichst eine, die auch dem gemeinsamen Haushalt zugute kommen sollte. Mit Unterstützung seiner Frau und teilweise sehr viel Geduld brachte er sich selbst das Kochen bei, und gibt in seinem Buch nun die Erfahrungen an alle jene weiter, die zeitweilig oder dauernd mit einer Hand auskommen müssen.
Die Ursachen dafür können vielfältig sein – neben Unfällen und Verletzungen, die einen kurzfristig einer gesunden Hand berauben, können auch Schlaganfälle oder Erkrankungen wie das Sudeck-Syndrom zu bleibender „Einhändigkeit“ führen.
In sehr einfühlsamer Weise versucht Hermann Schleinitz den Betroffenen wieder Mut zu machen, sich küchentechnisch zu entfalten – die eigene Kreativität und Selbständigkeit sich selber in der eigenen Küche wieder unter Beweis zu stellen. Wesentlich dabei ist, dass man nicht mehr auf andere angewiesen ist, sich selber seine Wünsche erfüllen kann, und daraus auch jede Menge Selbstbewußtsein und Selbständigkeit gewinnen.
Zu diesem Zweck hat er auch eine Liste von recht pfiffigen Hilfsmitteln im Buch angeführt, angefangen vom fest auf einem Brett montierten Sparschäler bis hin zu einer wirklich rutschfesten Arbeitsunterlage. Die Palette der Rezepte erstreckt sich von Vor- und Nachspeisen für den kleinen Hunger über Vegetarisches, Fleisch- und Fischgerichte bis hin zu Pasta und Wok. Für alle, die mit Kochen bisher nicht viel am Hut hatten, werden auch die Grundlagen ausführlich und verständlich erklärt, so dass wirklich jeder mit diesem Buch richtig kochen lernen kann.
Schleinitz versteht Kochen auch als Ausdruck des Selbständigwerdens und –seins – für seine Bedürfnisse selber sorgen können, ohne immer auf irgendjemand anders angewiesen zu sein. In Ergänzung zu seinem Buch veranstaltet Orthopoint vom 10. – 12. Oktober mehrere Seminare in der Jugendherberge in Bad Honnef für Menschen mit nur einem gebrauchsfähigen Arm, aber auch für Ergotherapeuten, die sich dort mit ergotherapeutischer Kochtherapie beschäftigen können. Die Seminare werden von Hermann Schleinitz selbst durchgeführt, ergänzend zum Hauptseminar werden auch Kurse für Menschen mit anderen Behinderungen angeboten – Rollstuhlfahrer oder Blinde können ebenfalls ihre vorhandenen Stärken ausbauen und mit Hilfe der Kochkurse lernen, ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen. Im Mittelpunkt steht nicht nur der Nutzen, und die Weiterentwicklung persönlicher Fähigkeiten, sondern auch das gemeinsame Erleben der Teilnehmer. So, wie Kochen an sich nicht nur einen Zweck verkörpert, sondern auch Leidenschaft, bewußtes und selbstbewußtes Leben und Gemeinsamkeit. Und da soll noch einer sagen, es gibt keine guten Bücher mehr.
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Umfrage: Karriere und Ehrlichkeit
Eine repräsentative Umfrage des GfK-Institutes legt offen was von alten Sprichwörtern zu halten ist – bzw. was die Mehrheit davon hält. Wenn es um das berufliche Fortkommen geht, ist sind die meisten der Deutschen Bundesbürger (60, 3 Prozent) davon überzeugt, dass zu viel Ehrlichkeit nicht im Zusammenhang mit dem erklimmen der Karriereleiter stehe kann. Fast jeder Zweite (rund 47 Prozent) glaubt, dass Ehrlichkeit und ständige Offenheit als Naivität und Dummheit bewertet wird. So sind fast 40 Prozent fest davon überzeugt, dass man zur Lüge greifen muss wenn man Karriere machen möchte – auch nach dem Motto: „Die Welt möchte schließlich belogen werden“. Allzu drastische Mittel (als Beispiel: falsche Gerüchte zu verbreiten wenn es einem persönliche Verteile verschafft) werden jedoch „nur“ von (etwas weniger als) 8 Prozent angegeben.
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Neulinge stellen die Partnerschaft auf den Kopf
Wenn ein Neugeborenes kommt, ist nichts, wie es vorher war – manchmal scheint selbst die Liebe der jungen Eltern unter die Räder gekommen zu sein. Einige Psychologen meinen, dass die Liebe in der Babyzeit auf Reserve geschaltet wird – die vor der Geburt gebildet wurde. Ratschläge gibt es einige – vielleicht probieren Sie es mal mit Druck wegnehmen? Einer Studie der Universität Pennsylvania nach sinkt nach einer Geburt die Zahl sexueller Kontakte um rund 40 Prozent und dies liegt sicherlich nicht nur daran, dass der neue Mitbewohner dazwischen funkt. Eine Gefahr liegt oft in der unterschiedlichen Rollenverteilung – Er geht arbeiten, Sie stillt, füttert und wickelt. Wesentlich wäre die Anerkennung der Leistung des jeweils anderen und irgendwann schläft auch der aufgeweckste Zwerg mal durch.
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Diskretionszonen – vertrauliche Gespräche in der Apotheke
Wer in der Apotheke vertrauliche Fragen stellen oder ein Problem ansprechen möchte, sollte sich nicht zurückhalten, dies auch offen zu sagen. Erfreulich ist, dass immer mehr Apotheker so genannte Diskretionszonen einrichten, die dafür sorgen, dass andere Kunden nicht mithören bzw. lauschen können. Das intime „Geheimnis“ bleibt somit gewahrt, denn Apotheker (wie alle "Heilberufler" ) sind an die Schweigepflicht (Verschwiegenheitspflicht) streng gebunden. Kenntnisse über „zum persönlichen Lebensbereich gehörende Geheimnisse“ dürfen Apotheker Dritten gegenüber nicht unbefugt (in irgendeiner Form) weitergeben. Wer dagegen verstößt, kann bis zu einem Jahr mit Freiheitsstrafe verurteilt oder zu einer Geldbuße bestraft werden. Von dieser Pflicht gibt es nur sehr wenige Ausnahmen (z.B. unbehandelte ansteckende Krankheiten [Beispiel: Cholera-Infektion]) und die meisten Medikamentenverordnungen unterliegen ja – von sich aus – schon einen sehr persönlichen Lebensbereich.
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