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Pastor Holzauge, warum wird das Thema Freitod kontrovers diskutiert und nicht unter Toleranz behandelt?

  • Zunächst ist es eine Tatsache, dass es kein Einverständnis über den Sinn des Lebens gibt. Vom Sinninteresse aber hängt die Zukunft ab. Deshalb scheiden sich an der Sinnfrage die Geister. Auch wer nicht wissen will, was der Tod bewirkt, weiß, dass ihm der Tod bevorsteht und er muss an ihn denken. Da er aber durch Nachdenken nicht weiter kommt und auch nicht wissen will, was der Tod mit sich bringt, versteckt er sich hinter einem Vorurteil und meint, mit dem Tod sei alles aus. Woher er das weiß, kann er jedoch nicht sagen.

Sind die Befürworter des Freitodes im Irrtum oder haben sie recht?

  • Das Selbstverständnis der Menschen ist die Quelle für ihr Verhalten. Um die denkbar größten Unterschiede im Selbstverständnis kann man wissen, aber daraus werden kaum Folgerungen gezogen. Es ist doch nicht belanglos, ob der eine aus der Hoffnung lebt, dass der Sinn des Lebens nicht aufhört und der andere gegenteiliger Auffassung ist und zwar rein willkürlich. Das Verhalten gegenüber sich selbst und anderen ist deshalb auch willkürlich. Aber es ist obendrein unabänderlich, wenn sich jemand selbst umgebracht hat.

Wer sich selbst umbringt, muss doch die Gewissheit haben, dass er richtig handelt.

  • Wer andere tötet, hat auch keinen Zweifel, dass er etwas Richtiges tut. Deshalb kann man es niemandem ersparen, den Grund für seine Gewissheit zu suchen. Der Grund dafür, dass wir leben, liegt außerhalb unserer selbst. Der Grund, nicht mehr leben zu wollen, ist ein davon abweichender bedingter Grund. Ob er zur Selbstvernichtung führen kann, ist von vornherein zweifelhaft. Darum wird das Thema Freitod auch kontrovers diskutiert.

Warum würden Sie jemanden vom Selbstmord abbringen?

  • Aus Vernunftgründen. Denn für religiöse Gründe haben die meisten überhaupt „keine Antenne“. Die Vernunft gibt zu verstehen: Wer sich nicht selbst hervorgebracht hat, hat auch keine Macht, sich zu vernichten. Er kann jedoch sein Leben zum Stillstand bringen, wenn er sich auf keine weiterführenden Möglichkeiten einlassen will, obgleich es sie gibt. Mit dieser Bewusstseinsverfassung, nichts mehr hoffen zu können, kann niemand leben wollen. Das weiß er schon vorher. Das Vorurteil: Mit dem Tod ist alles aus, also weiß er letztlich gar nicht, dass er gelebt hat, setzt voraus, dass der Mensch sich vernichten kann. Woher weiß er das? Er kann es gar nicht wissen. Und wo keine Gewissheit ist, wird kontrovers diskutiert. Das heißt jedoch auch, dass man von der Endgültigkeit nichts wissen will. Weil aber niemand den Tod beliebig vor sich herschieben kann, ist er endgültig. Ob jemand seine Endgültigkeit selbst bestimmt oder ob er sie offen lässt, zeigt, was er vom Leben hält. Lässt er seine Endgültigkeit offen, so ist er an immer neuen Lebensmöglichkeiten interessiert. Das kann nicht falsch sein. Bestimmt er seine Endgültigkeit selbst, kommt nichts Neues mehr. Er ist tot und weiß das.


25.2.09 20:52
 

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