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Burka-Verbot?



Kann es nicht egal sein, welche Kleidung andere in der Öffentlichkeit tragen? Hauptsache sie sind bekleidet. Aber es reizt so manchen, etwas zu verbieten. Belangloses für wichtig zu erklären, ist auch eine Art von Vernebelung der Urteilsfähigkeit.




15.12.16 10:56




Kommentar zu den Evangelien der 3. Adventswoche A – 12.-17. Dez. 2016



Montag, 12. Dez

Mt 21,23-27

Als er in den Tempel ging und dort lehrte, kamen die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu ihm und fragten: Mit welchem Recht tust du das alles? Wer hat dir dazu die Vollmacht gegeben? Jesus antwortete ihnen: Auch ich will euch eine Frage stellen. Wenn ihr mir darauf antwortet, dann werde ich euch sagen, mit welchem Recht ich das tue. Woher stammte die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von den Menschen? Da überlegten sie und sagten zueinander: Wenn wir antworten: Vom Himmel!, so wird er zu uns sagen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt? Wenn wir aber antworten: Von den Menschen!, dann müssen wir uns vor den Leuten fürchten; denn alle halten Johannes für einen Propheten. Darum antworteten sie Jesus: Wir wissen es nicht. Da erwiderte er: Dann sage auch ich euch nicht, mit welchem Recht ich das alles tue.


·         Wer einem anderen etwas streitig macht, bedenkt seine eigene Gesinnung wohl kaum.

 Dienstag, 13. Dez.

Mt 21,28-32

Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe. Und er gebrauchte einen Vergleich und sagte: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an: Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles eintrifft.

 ·         Die Geschichte hört nie auf. Denn es können nicht alle Möglichkeiten vernichtet werden.

 Mittwoch, 14. Dez.

Lk 7,18-23

Johannes erfuhr das alles von seinen Jüngern. Da rief er zwei von ihnen zu sich, schickte sie zum Herrn und ließ ihn fragen: Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten? Als die beiden Männer zu Jesus kamen, sagten sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir geschickt und lässt dich fragen: Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten? Damals heilte Jesus viele Menschen von ihren Krankheiten und Leiden, befreite sie von bösen Geistern und schenkte vielen Blinden das Augenlicht. Er antwortete den beiden: Geht und berichtet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen wieder, Lahme gehen, und Aussätzige werden rein; Taube hören, Tote stehen auf, und den Armen wird das Evangelium verkündet. Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.

 ·         Tatsachen geben immer etwas zu verstehen.

Donnerstag, 15. Dez.

Lk 7,24-30

Als die Boten des Johannes weggegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden; er sagte: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt? Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Mann in feiner Kleidung? Leute, die vornehm gekleidet sind und üppig leben, findet man in den Palästen der Könige. Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Propheten? Ja, ich sage euch: Ihr habt sogar mehr gesehen als einen Propheten. Er ist der, von dem es in der Schrift heißt: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen.

Ich sage euch: Unter allen Menschen gibt es keinen größeren als Johannes; doch der Kleinste im Reich Gottes ist größer als er. Das ganze Volk, das Johannes hörte, selbst die Zöllner, sie alle haben den Willen Gottes anerkannt und sich von Johannes taufen lassen. Doch die Pharisäer und die Gesetzeslehrer haben den Willen Gottes missachtet und sich von Johannes nicht taufen lassen.

          Interessen hängen vom Wissen um die Bedeutung ab. Ob jemand einer Angelegenheit die Bedeutung beigemessen oder abgewonnen hat, kann er nur selbst wissen.

 Freitag, 16. Dez.

Joh 5,33-36

Ihr habt zu Johannes geschickt  und er hat für die Wahrheit Zeugnis abgelegt. Ich aber nehme von keinem Menschen ein Zeugnis an, sondern ich sage dies nur, damit ihr gerettet werdet. Jener war die Lampe, die brennt und leuchtet, und ihr wolltet euch eine Zeit lang an seinem Licht erfreuen. Ich aber habe ein gewichtigeres Zeugnis als das des Johannes: Die Werke, die mein Vater mir übertragen hat, damit ich sie zu Ende führe, diese Werke, die ich vollbringe, legen Zeugnis dafür ab, dass mich der Vater gesandt hat.

 ·         Warum kommt es auf einen an, den „der Vater gesandt hat“? Was vermag er?

 Samstag, 17. Dez.

Mt 1,1-17

Diese Verse nennen den Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.

Der Stammbaum dient dem Nachweis, dass Jesus der Erbe der Verheißungen ist, die an Abraham und David ergingen Im Ganzen sind es also von Abraham bis David vierzehn Generationen, von David bis zur Babylonischen Gefangenschaft vierzehn Generationen und von der Babylonischen Gefangenschaft bis zu Christus vierzehn Generationen.

Die Generationenfolge soll veranschaulichen, dass sich in Jesus die an David ergangene messianische Verheißung erfüllt hat.

 




12.12.16 09:51




Kommentar zu den Perikopen des 3. Adventssonntags A – 11. Dezember 2016



1. Lesung Jes 35,1-6.10

Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen, die Steppe soll jubeln und blühen.

Sie soll prächtig blühen wie eine Lilie, jubeln soll sie, jubeln und jauchzen. Die Herrlichkeit des Libanon wird ihr geschenkt, die Pracht des Karmel und der Ebene Scharon. Man wird die Herrlichkeit des Herrn sehen, die Pracht unseres Gottes. Macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest! Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott! Die Rache Gottes wird kommen und seine Vergeltung; er selbst wird kommen und euch erretten. Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen.

Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, die Zunge des Stummen jauchzt auf. In der Wüste brechen Quellen hervor und Bäche fließen in der Steppe. Die vom Herrn Befreiten kehren zurück und kommen voll Jubel nach Zion. Ewige Freude ruht auf ihren Häuptern. Wonne und Freude stellen sich ein, Kummer und Seufzen entfliehen.

 „Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen.“ Die Lebensmöglichkeiten der Menschen hängen auch von der Beschaffenheit der Umwelt ab. Die oft beklagte „Umweltzerstörung“ ist Ausdruck der Selbstgefährdung der Menschen. Die Selbstgefährdung ist die Ursache vieler Übel. Davon kann nur Gott die Menschen abbringen. Denn es gibt keine Selbsterlösung.

2. Lesung Jak 5,7-10

Darum, Brüder, haltet geduldig aus bis zur Ankunft des Herrn! Auch der Bauer wartet auf die kostbare Frucht der Erde, er wartet geduldig, bis im Herbst und im Frühjahr der Regen fällt. Ebenso geduldig sollt auch ihr sein. Macht euer Herz stark, denn die Ankunft des Herrn steht nahe bevor. Klagt nicht übereinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Seht, der Richter steht schon vor der Tür. Brüder, im Leiden und in der Geduld nehmt euch die Propheten zum Vorbild, die im Namen des Herrn gesprochen haben.

Mit dem Verhältnis zu Gott sind auch Ansprüche an die Menschen verbunden. Sie müssen Geduld haben, weil sich das Wirken Gottes nicht zum Vorteil erzwingen lässt. Geduld ist Ausdruck von Stärke: „Macht euer Herz stark.“ Denn das Menschsein Gottes muss im Leben zum Ausdruck kommen, damit die Menschen wissen, was sie mit Gott zu tun haben. Im Leid sind die Menschen auf sich selbst fixiert, so dass sie um ihr Verhältnis zu Gott nicht sonderlich besorgt sind. Deshalb „nehmt euch die Propheten zum Vorbild.“

Evangelium Mt 11,2-11

Johannes hörte im Gefängnis von den Taten Christi. Da schickte er seine Jünger zu ihm

und ließ ihn fragen: Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten? Jesus antwortete ihnen: Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht:

Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und den Armen wird das Evangelium verkündet. Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.

Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden; er sagte: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt? Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Mann in feiner Kleidung? Leute, die fein gekleidet sind, findet man in den Palästen der Könige. Oder wozu seid ihr hinausgegangen? Um einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch: Ihr habt sogar mehr gesehen als einen Propheten. Er ist der, von dem es in der Schrift heißt: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen. Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.

 

In der Gefangenschaft leidet Johannes der Täufer darunter, dass er von der Heilsverkündigung ausgeschlossen ist. Wer wird sie fortsetzen? Das lässt sich nur an Werken des Heiles erkennen: „Blinde sehen wieder… und den Armen wir das Evangelium verkündet.“

Die Verkündigung ist jedoch vergeblich, wenn die Hörer nur ein Interesse daran haben, einen außergewöhnlichen Menschen zu sehen. Es kommt darauf an, dass der Mensch wird, was er sein soll. Er soll im Himmelreich leben. Dazu verhilft ihm das Wort, das ein Prophet an die Menschen richtet. An ihnen liegt es, ob sie in das Heilsgeschehen einwilligen.

 

Das Wirken Gottes lässt sich an der Überwindung von Defiziten im Dasein und im Zusammenwirken erkennen.

Das Wirken Gottes scheint deswegen langsam zu sein, weil Gott auch die Disposition der Adressaten hervorbringen muss. Die Adressaten müssen also Geduld – mit sich selbst – haben.

Auch ein Prophet erlebt die Fragwürdigkeit seines Wirkens, wenn er daran gehindert wird es fortzusetzen. Obgleich er etwas Neues zu verstehen gibt, haben die Adressaten überwiegend unernste Interessen.

 




10.12.16 09:21




Kommentar zu den Evangelien der 2. Adventswoche A – 05.-10. Dezember 2016


Montag, 05. Dez.

Lk 5,17-26

Eines Tages, als Jesus wieder lehrte, saßen unter den Zuhörern auch Pharisäer und Gesetzeslehrer; sie waren aus allen Dörfern Galiläas und Judäas und aus Jerusalem gekommen. Und die Kraft des Herrn drängte ihn dazu, zu heilen. Da brachten einige Männer einen Gelähmten auf einer Tragbahre. Sie wollten ihn ins Haus bringen und vor Jesus hinlegen. Weil es ihnen aber wegen der vielen Leute nicht möglich war, ihn hineinzubringen, stiegen sie aufs Dach, deckten die Ziegel ab und ließen ihn auf seiner Tragbahre in die Mitte des Raumes hinunter, genau vor Jesus hin. Als er ihren Glauben sah, sagte er zu dem Mann: Deine Sünden sind dir vergeben. Da dachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer: Wer ist das, dass er eine solche Gotteslästerung wagt? Wer außer Gott kann Sünden vergeben? Jesus aber merkte, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was habt ihr für Gedanken im Herzen? Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten: Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre und geh nach Hause! Im gleichen Augenblick stand der Mann vor aller Augen auf. Er nahm die Tragbahre, auf der er gelegen hatte, und ging heim, Gott lobend und preisend.

 

·         Ohne das konstitutive Wirken Jesu hätte niemand das Wirken Gottes durch ihn erfahren können. Auch die Propheten und Apostel wirken konstitutiv. Das Ergebnis ist jedoch von der Reaktion der Adressaten abhängig.

 

Dienstag, 06. Dez.

Mt 18,12-14

Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte? Und wenn er es findet – amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verloren geht.

 

·         Gott teilt sich schon immer vorbehaltlos mit. Aber er muss er auch Adressaten hervorbringen, an denen seine Selbstmitteilung zu erkennen ist. Ob sie für sein Wirken empfänglich ist, ist für Gott von unbedingtem Interesse.

 

Mittwoch, 07. Dez.

Mt 11,28-30

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.

 

·         Eine Last wird als leicht empfunden, wenn der Träger über einen Überschuss an Kraft verfügen kann.

 Donnerstag, 08. Dez.

Lk 1,26-38

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.

Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

 

·         Die Verkündigung der Geburt Jesu ist kein historisches Faktum. Lukas will zeigen, welche Geisteshaltungen erforderlich sind, damit Gottes Menschsein in der Welt gegenwärtig werden kann.  

 

Freitag. 09. Dez.

Mt 11,16-19

Mit wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie gleicht Kindern, die auf dem Marktplatz sitzen und anderen Kindern zurufen: Wir haben für euch auf der Flöte Hochzeitslieder gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen. Johannes ist gekommen, er isst nicht und trinkt nicht und sie sagen: Er ist von einem Dämon besessen. Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch die Taten, die sie bewirkt hat, recht bekommen.

 

·         Es wird wohl nicht aufhören, dass jemand herabgesetzt wird, der den Vorstellungen anderer nicht entspricht. Man nennt es heute „in die Kritik geraten“.

 

Samstag, 10. Dez.

Mt 17,9-13

Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.

Da fragten ihn die Jünger: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen? Er gab zur Antwort: Ja, Elija kommt und er wird alles wiederherstellen.

Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen. Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer sprach.

 

·         Wer sich nicht entscheiden will, verschiebt das Notwendige auf die Zukunft: „Zuerst müsse Elija kommen“. Doch sie wollen nichts mit ihm zu tun haben.

 



5.12.16 09:23




Kommentar zu den Perikopen des 2. Adventssonntags A – 04. Dezember 2016



1.    Lesung Jes 11,1-10

Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht. Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht. Er richtet nicht nach dem Augenschein und nicht nur nach dem Hörensagen entscheidet er, sondern er richtet die Hilflosen gerecht und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. Er schlägt den Gewalttätigen mit dem Stock seines Wortes und tötet den Schuldigen mit dem Hauch seines Mundes. Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften, Treue der Gürtel um seinen Leib. Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind. Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange. Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist. An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Isais sein, der dasteht als Zeichen für die Nationen; die Völker suchen ihn auf; sein Wohnsitz ist prächtig.

 Die Selbstmitteilung Gottes eröffnet immer neue Möglichkeiten und befähigt die Menschen zu ausgezeichneten Geisteshaltungen. „Er erfüllt ihn mit dem Geist der Gottesfurcht.“ Zugleich ist der Mensch fähig, Ordnung und Gerechtigkeit zu verwirklichen. Auch das Zusammenleben mit den übrigen Lebewesen in der Welt  wird unproblematisch: „Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter.“ Der Mensch muss auch vor Gefahren bewahrt werden, die er selbst nicht beseitigen kann.

 

2.    Lesung Röm 15,4-9

Und alles, was einst geschrieben worden ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch Geduld und durch den Trost der Schrift Hoffnung haben. Der Gott der Geduld und des Trostes schenke euch die Einmütigkeit, die Christus Jesus entspricht,

damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einträchtig und mit einem Munde preist. Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes. Denn, das sage ich, Christus ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willen Diener der Beschnittenen geworden, damit die Verheißungen an die Väter bestätigt werden. Die Heiden aber rühmen Gott um seines Erbarmens willen; es steht ja in der Schrift: Darum will ich dich bekennen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen.

 Wenn die Reaktion auf das Wirken Gottes ausbleibt, fehlen Geduld, Trost und Hoffnung. Das Zusammenleben wird beschwerlich, weil die bestehende Abgrenzung die gegenseitige Akzeptanz verhindert. Was Menschen  füreinander tun, soll zu dem führen, was Jesus verkündet hat, zum Reich Gottes.

 

Evangelium Mt 3,1-12

In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Er war es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung.

Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt? Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben ja Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen. Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. Ich taufe euch nur mit Wasser (zum Zeichen) der Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Schon hält er die Schaufel in der Hand; er wird die Spreu vom Weizen trennen und den Weizen in seine Scheune bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.

 Gottes Wirken ist Zukunft schaffend. Das Interesse des Menschen an der Zukunft zeigt sich im Willen zur „Umkehr“. Die Vergangenheit reicht bis in die Gegenwart hinein und enthält auch das, was sie an Lebensweisen bewährt hat. Das können die Menschen für unwandelbar halten und darin ihre Sicherheit sehen. Deshalb leben sich unkritisch mit dem Gesicht zu Vergangenheit und entsprechend dem Rücken zur Zukunft. Dabei lassen sie es, obgleich sie wissen, dass das Bessere in der Zukunft liegt. Was „die Zukunft bringt“, können sie nur bedingtermaßen erreichen. Denn das Leben ist schicksalhaft und nicht „vorherbestimmt“, nicht prädestiniert.

Es gibt aber einen Interessenten an ihrem Leben, dem sie „den Weg bereiten“ und die „Straßen ebnen“ sollen und zwar dort, wo den Menschen die Lebensmöglichkeiten fehlen, wie in der Wüste. Daran erkennen die Menschen, was sie mit Gott zu tun haben: Er befähigt sie, neue Möglichkeiten zu verwirklichen.

Gottes Selbstmitteilung bewirkt bei den Menschen konstitutive Geisteshaltungen. Ihr Ursprung liegt im Menschsein Gottes. Das Menschsein Gottes kommt auf verschiedene Weise zum Ausdruck. Konstitutiv kommt es durch die Propheten zur Wirkung. Ohne sie gäbe es wohl keine Scheidung der Geister.

 




2.12.16 22:21




Kommentar zu den Evangelien der 1. Woche im Advent A – 28.11.- 03.12-2016



Montag. 28. Nov.

Mt 8,5-11

Als er nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn: Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen. Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Da antwortete der Hauptmann: Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund.

Auch ich muss Befehlen gehorchen und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden. Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen;

 ·         Dem Hauptmann von Kafarnaum war der Unterschied zwischen seinem performativen Wort und dem konstitutiven Wort aufgefallen. Denn Begleitern Jesu jedoch nicht. Auch die heutigen Christen wollen nur wissen, ob Jesus Wunder gewirkt hat und ob man „an Wunder glaubt“. Dass sein konstitutives Wort und sein konstitutiver Umgang der Erweis für das Wirken Gottes im Menschen.

 Dienstag, 29. Nov.

Lk 10,21-24

In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen.

Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht. Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

 ·         Was hatten die Unmündigen den Weisen und Klugen an Einsicht woraus?

Sie haben zwar die Lehrverkündigung Jesu gehört, aber sind sie dadurch auch befähigt worden, zu vollbringen, was sie erkannt haben? Die Verkündigung des Gottesreiches ist ihrem Wesen nach konstitutiv.

 Mittwoch, 30. Nov. – Apostel Andreas

Mt 4,18-22

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.

Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie, und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.

·         Immer ist es das gegenwärtig und künftig wirksame Wort Jesu, das das Schicksal der Menschen bestimmt. Das Menschsein  Gottes kommt dadurch zur Wirkung.

Donnerstag, 01. Dez.

Mt 7,21.24-27

Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.

Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.

 ·         Begeisterung ist eine Reaktion, die nichts bewirkt. Wer jedoch das konstitutive Wort Jesu hört, wird dadurch befähigt, dem näher zu kommen, was er sein soll.

 Freitag, 02. Dez.

Mt 9,27-31

Als Jesus weiterging, folgten ihm zwei Blinde und schrien: Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids! Nachdem er ins Haus gegangen war, kamen die Blinden zu ihm. Er sagte zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich euch helfen kann? Sie antworteten: Ja, Herr. Darauf berührte er ihre Augen und sagte: Wie ihr geglaubt habt, so soll es geschehen. Da wurden ihre Augen geöffnet. Jesus aber befahl ihnen: Nehmt euch in Acht! Niemand darf es erfahren. Doch sie gingen weg und erzählten von ihm in der ganzen Gegend.

·         Die Menschen in der Umgebung Jesu waren wohl von Sensationen abhängig. Dadurch sind sie aber an sich selbst interessiert. Bis heute kommt es darauf an, „was“ jemand glaubt. Inwiefern er ein Glaubender ist, kann dadurch nicht erkannt werden. Auch die bösen Geister glauben. Aber sie zittern. (Jak 2,19)

 Samstag, 03. Dez.

Mt 9.35-10,1.6-8

Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden. Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.

Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.

 ·         Die Bitte um „Arbeiter für die Ernte“ ist keine Veranlassung, sondern das Interesse der bittenden Menschen. Gott wirkt bereits. Aber die Menschen müssen sich für sein Wirken interessieren. Deshalb sollen die „bitten“.

·         Zur Verkündigung des Gottesreiches werden die Zwölf befähigt. Doch das muss ihnen gesagt werden. Gottes Wirken zeigt sich an den Fähigkeiten der Menschen, das Letzbedeutsame zu starten.




28.11.16 11:08




Kommentar zu den Perikopen des 1. Adventssonntags A – 27. November 2016



1.    Lesung Jes 2,1-5

Das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, in einer Vision über Juda und Jerusalem gehört hat. Am Ende der Tage wird es geschehen: Der Berg mit dem Haus des Herrn

steht fest gegründet als höchster der Berge; er überragt alle Hügel. Zu ihm strömen alle Völker. Viele Nationen machen sich auf den Weg. Sie sagen: Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn und zum Haus des Gottes Jakobs. Er zeige uns seine Wege, auf seinen Pfaden wollen wir gehen. Denn von Zion kommt die Weisung des Herrn, aus Jerusalem sein Wort. Er spricht Recht im Streit der Völker, er weist viele Nationen zurecht. Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, und übt nicht mehr für den Krieg. Ihr vom Haus Jakob, kommt, wir wollen unsere Wege gehen im Licht des Herrn.

 Es ist weltweit selbstverständlich, dass „alles besser werden“ soll. Aber wo sind die Menschen, die etwas Besseres zustande bringen? Wir haben zwar neue „technische Errungenschaften“, aber je bedeutsamer etwas für das Zusammenleben ist, umso brüchiger und konfliktreicher ist es.

Obgleich die Christen um die Inkarnation Gottes wissen, sehen sie die Möglichkeiten nicht ein, die ihnen und der Menschheit dadurch offenstehen. Ohne die Inkarnation Gottes gäbe es nur eine Geschichte der bedingten Möglichkeiten, die in Grenzsituationen nur ein Scheitern zuließen, aber keine Hoffnung, die den Ausweg zeigt und dazu befähigt, ihn weiterzugehen.

Es ist nicht zu bestreiten, dass die Menschheit im Dialog mit Gott lebt; ganz gleich wie sie darauf reagieren.

Gottes „Wort“ ist seine Selbstmitteilung. Sie ist konstitutiv und befähigt die Menschen, dem näher zu kommen, was sie sein sollen. Sie sollen immer bedeutsamer Lebensmöglichkeiten verwirklichen und in diesem Sinne „adventlich“, Zukunft schaffend, leben. Dann können Konflikte aufhören. „Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, und übt nicht mehr für den Krieg.“

2.    Lesung Röm 13,11-14

Bedenkt die gegenwärtige Zeit: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf. Denn jetzt ist das Heil uns näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe. Darum lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts. Lasst uns ehrenhaft leben wie am Tag, ohne maßloses Essen und Trinken, ohne Unzucht und Ausschweifung, ohne Streit und Eifersucht.

Legt als neues Gewand den Herrn Jesus Christus an und sorgt nicht so für euren Leib, dass die Begierden erwachen.

 Weil Gottes Selbstmitteilung ein unaufhaltsamer Prozess ist, muss der Mensch darauf achten, wo er jene Situationen findet, die ihn dem näher bringen, was er sein soll, nämlich immer bessere Möglichkeiten zu verwirklichen.

„Legt als neues Gewand den Herrn Jesus Christus an“, besagt: Das Menschsein Gottes ist jedem angeboten. Angenommen wird es durch ein „ehrenhaftes“, menschenwürdiges Leben.

Evangelium Mt 24,37-44

Denn wie es in den Tagen des Noach war, so wird es bei der Ankunft des Menschensohnes sein. Wie die Menschen in den Tagen vor der Flut aßen und tranken und heirateten, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, und nichts ahnten, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird es auch bei der Ankunft des Menschensohnes sein. Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten, einer mitgenommen und einer zurückgelassen. Und von zwei Frauen, die mit derselben Mühle mahlen, wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.

Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht.

Darum haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.

 Jeder geht seiner endgültigen Existenz entgegen. Im Ergebnis werden die vorher bestimmten Geistestypen fortdauern. Zunächst verwirklichen sich die Menschen durch ihr Handeln im endlichen Dasein. Angefangen von der täglichen Arbeit bis zur Lebensgestaltung im Miteinander. Der große Unterschied liegt in den Interessen. Die einen sind auf das Bedingte fixiert. Sie werden „zurückgelassen“. Andere gehen darüber hinaus und stellen sich dem Anspruch des Unbedingten, also dem Letztbedeutsamen. Sie werden „mitgenommen“. Das Letztbedeutsame ist das Verhältnis zu Gott durch die Annahme seines Menschseins. Das ist keine Frage nach einem künftigen Zeitpunkt, sondern die Annahme des Menschseins Gottes ist Sache der Wachsamkeit, also des permanenten Interesses am Höchstbedeutsamen.

Die allgegenwärtigen Naturkatastrophen und weltweiten Übel setzen dem Bedingten ein Ende. Sie führen jedoch nicht zum Ende der Geschichte. Sie ist eine Gestalt des unvergänglichen Wortes Gottes, bzw. seiner konstitutiven Selbstmitteilung und der Reaktion der Menschen. Die Menschen werden immer eine Geschichte hervorbringen. Doch die bedeutsamste Alternative zur Gegenwart, liegt in der Zukunft. Das Interesse an der Zukunft des Heils beginnt mit der Metanoia, dem Fortschritt im Denken.

 

Würden alle Defizite fortdauern, gäbe es kein Heil. Solange Menschen an ihren bedingten Interessen festhalten, ändern sie nichts. Die Veränderung aber kommt ungefragt. Wie Menschen darauf reagieren, wissen sie nicht im Voraus. Darum müssen sie mit allem rechnen, was noch kommen wird. Die Grundhaltung ist die Wachsamkeit.




26.11.16 09:23




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