Aquila non captat muscam

aquila non captat muscam

Rettungsschirme und Scheuklappen


Ennery, 14. 9. 2011 Mi

Der Sommer wird hierzulande
jedes Jahr sehnsüchtig erwartet, ja heiß ersehnt in der Hoffnung, er möge sonnig und schön bzw. schön sonnig werden, damit man auch viele schöne Stunden in lauer Luft und lauschiger Natur verbringen kann. 


Ob es dann wirklich so kommmt
und der Sommer seim Namen auch gerecht wird, ist allerdings ungewiß und schon mehr ein Glücksspiel, bei dem ma gewinnen und genauso gut verlieren kann wie heuer eben. Ein Regensommer, nicht viel anders also als im letzten Jahr. 

Wie war das noch mal
mit der Klimaerwärmung – hieß das nicht mediterranes Klima in Brandenburg mit trockenen Sommern und Weinbau die Oder entlang bis zur Ostsee hin ? Tja,
der Mensch denkt und Gott lenkt. Nicht viel anders scheint es auch mit unseren Politikern zu sein.

Obwohl, ob die wirklich so viel …
denken ? Nun, wenn man sie reden hört, klingt das doch mehr nach Schallplatte oder Konserve oder Papagei.

Wie soll man auch von
Problemverursachern auch noch die Problemlösung erwarten, wo sie zum großen Teil auch heute noch nicht die Probleme und vor allem das Ausmaß derselben, die sie zumindest mitverursacht haben, zu erkennen.bereit sind.

Denn es könnten ja dabei
einige sicher geglaubte Maximen, Dogmen und Weltbilder dann erheblich Schaden nehmen oder ganz zu Bruch gehen.

Also Finger weck,
die Wirklichkeit muß daher gegenüber der Vorstellung, die man sich von ihr macht, im Namen von Demokratie und Gleichheit in den Hintergrund treten.

Jaja, wir müssen und wir werden sie…
äh lügen, weil wir alternativlos sind. Denn ohne Euro bleibt von Europa bloß ein läppisches
pa. So ähnlich sagt es ja die Kanzlerin.

Immer größerer Rettungsschirme
müssen her, damit auch keiner von den unsicheren, dh. unsoliden Kantonisten im Regen stehen muß. Aber was ist, wenn mit dem Starkregen auch noch ein Orkan im Anzug ist ? Dann dürften Schirme nicht sehr hilfreich sein, da sie durch die Turbulenzen sehr schnell bis zur Unbrauchbarkeit deformiert werden können, wie jeder weiß.

Rettungsschirme und Scheuklappen –
so lautet etwas salopp gesagt das Rezept, mit dem die Politiker die Menschen in Deutschland (oder wie das heute heißt) vor dem großen Crash und vor der unschönen Wirklichkeit mit ihren gefährlichen Auswüchsen bewahren wollen.

Was für eine Schmierenkomödie !
Sich selbst permanent in die eigene Tasche lügen und den Leuten mit verquasten politisch-korrekten Formeln, Appellen und Propaganda die Seckel vollmachen. Politisches Geschwätz, das einem schon am Morgen die Laune vermiesen kann, so man denn die Stimmen via Radio reinläßt.

Und wenn ich mir dann
die Politikerinnenundpolitiker anhöre, wie sie immer schön brav Bürgerinnenundbürger sagen, spüre ich sogleich einen starken Widerwillen ob der beflissenen Anpasserei an die alberne, verhunzende Sprechweise der institutionalisierten Trockenpflaumen.

Aber der eigentliche Hammer
in dieser Zeit der umfassenden Alternativlosigkeit, was den allgemeinen Kurs angeht, ist geschichtsironisch der, dass gerade die Politiker aus dem grünroten Spektrum, die nicht müde werden,
direkt und unterschwellig diese Botschaften der Alterrnativlosigkeit zu verkünden, gerade diejenigen sind, die damals, lang ist’s her, selber einmal als Alternative gestartet sind und, ständig von Alternativen gefaselt haben und diese massiv und immerzus eingefordert; und das dann möglichst schrill und penetrant.

Sogar auf die Gefahr hin,
sich von der Gegenseite vereinnahmen und regelrecht führen zu lassen wie etwa bei der Anti-Springer-Kampagne in den späten 60ern.

Denn Axel Springer als Antikommunist
und kalter Krieger war nicht allein bei den sich langsam zu den Erwachsenen zählenden Studenten total verhaßt, sondern noch mehr bei den SED-Genossen hinter der Mauer. Hatte es dieser doch gewagt, seine Verlagszentrale in güldenem Anstrich hart an die Grenze zu setzen und dann noch provokativ als für Berliner Verhältnisse recht imposantes Hochhaus, das dem Zeitungsmogul einen Ausblick gewährte wie vom Hochsitz aus. 

Und der fehlende Respekt
bzw. die verweigerte Anerkennung ihres Staatswesens “DDR” durch konsequent gesetzte Anführungszeichen, dürfte sie mehr geärgert haben als Günter Graß einen Verriß durch Reich-Ranicki.

Eine weitere Betrachtung zum Regensommer hier im Neue-Spryche-Blogg. Verdammt, kann keinen Verweis setzen, also so:

http://neue-spryche.blogspot.com/2011/08/kassandra-crossing.html




Und weil hier schon so lange nichts los war noch paar schöne zeitlose Verse vom ollen Horaz (delectare et prodesse)




Zum Schluß möchte ich noch auf den Schnupperkurs KREATIVES SCHREIBEN hinweisen, der am 20. 9. startet und drei Kurssitzungen umfaßt (35 € Kursgebühr, jeweils dienstags, Beginn 18 Uhr). Viele Anregungen, interessante Aufgaben und eine literarische Atmosphäre erwarten Sie im LI-LA Literatur-Laden. Wenn Sie also einmal testen wollen, ob Sie Talent zum Schreiben haben …

http://www.eoscheinder.de/SalveSchrK.htm


Mitte Oktober startet ein Schnupperkurs PHILOSOPHISCHES SCHREIBEN.


:… Musikspur: Luzifer – Allan Parsons Project …:

15.9.11 00:51


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